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M5 Die 5 Dysfunktionen eines Teams

nach Patrick Lencioni

M5 Die 5 Dysfunktionen eines Teams · nach Patrick Lencioni
M5

Fehlendes Vertrauen

Die Basis-Dysfunktion. Ohne Vertrauen — vor allem ohne Bereitschaft, verletzlich zu sein — kippen alle weiteren Ebenen.

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Was ist das?

Lencionis Ebene 1 der Pyramide: Teammitglieder fürchten, Schwächen, Fehler oder Hilfebedarf zuzugeben. Das Vertrauen, das hier gemeint ist, ist nicht Berechenbarkeit, sondern emotionale Sicherheit — verwundbar sein zu können, ohne ausgenutzt zu werden.

Warum ist es wichtig?

Ohne Vertrauen entsteht künstliche Harmonie statt produktiver Streit (Ebene 2), mehrdeutige Beschlüsse statt Commitment (Ebene 3), Standards-Vermeidung statt Peer-Accountability (Ebene 4), Ego-Spiele statt Team-Ergebnisse (Ebene 5). Das ist das Fundament, das M1 (Glaubwürdigkeit) erst ermöglicht hat.

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← Voraussetzung Die 11 Regeln (besonders Charakter-Regeln 1–6) sind die Vorbedingung, dass Verwundbarkeit überhaupt sicher ist. M1
→ Wird Voraussetzung für Ohne Vertrauen kann produktiver Konflikt nicht entstehen — er kippt in Angriff oder Schweigen. M5
⇄ Verstärkt sich mit Coaching-Haltung verlangt diese Vertrauensbasis — sonst werden offene Fragen als Falle gelesen. M11
Auch genannt in
Tool · Verwundbarkeit zeigen Tool · 5 Übungen zum Vertrauensaufbau
M5

Angst vor Konflikten

Künstliche Harmonie ist teurer als produktiver Streit. Aber Streit braucht das Vertrauen aus Ebene 1.

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Was ist das?

Lencionis Ebene 2: Teams, die Vertrauen aufgebaut haben, können um Ideen streiten, ohne Personen anzugreifen. Wer Konflikten ausweicht, produziert mittelmäßige Lösungen und unterschwellige Spannung. Die Aufgabe der Führung: Konflikte aktiv eröffnen, nicht beruhigen.

Warum ist es wichtig?

Verbindet sich direkt mit Konformitätsdruck (M2) und Groupthink (M3): Lencioni gibt der archaischen Mechanik einen Handlungsrahmen für Teams.

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← Voraussetzung Angst vor Konflikten ist Konformitätsdruck in seiner team-internen Erscheinung — gleiches Phänomen, anderer Winkel. M2
→ Wird Voraussetzung für Echtes Commitment entsteht erst aus durchstandenem Konflikt — ohne Streit gibt es nur Lippenbekenntnisse. M5
→ Vertieft sich in Wenn Konflikte trotz Vertrauen eskalieren, brauchst du Mediation — ALPHA ist die Methodik dafür. M10
Auch genannt in
Tool · Thomas-Kilmann-Modell der Konfliktlösung
M5

Fehlendes Commitment

Ohne klare, durch Konflikt erkämpfte Entscheidungen folgen Beschlüsse, an die niemand sich gebunden fühlt.

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Was ist das?

Lencionis Ebene 3: Commitment entsteht nicht aus Konsens, sondern aus Klarheit und Buy-in — auch wenn nicht alle einverstanden sind. Voraussetzung: alle haben gehört werden können (Ebene 2). Anti-Muster: vage Beschlüsse, die jeder anders interpretiert.

Warum ist es wichtig?

Direkter Vorgriff auf Sensegiving (M8): ohne Commitment scheitert jede Kulturtransformation. Und auf Coaching (M11): das 'W' in GROW (Will) ist nichts anderes als Commitment.

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→ Wird Voraussetzung für Ohne Commitment können Teammitglieder einander nicht zur Verantwortung ziehen — der Maßstab fehlt. M5
→ Vertieft sich in Sensegiving ist Commitment-Erzeugung auf Organisationsebene — gleiche Mechanik, größerer Maßstab. M8
⇄ Verstärkt sich mit Das W in GROW (Will) prüft Commitment im Einzelnen — Lencioni betrachtet dieselbe Frage im Team. M11
Auch genannt in
Tool · Konsent-Entscheidungen Tool · BATNA — Best Alternative To a Negotiated Agreement Tool · Definition eines schwerwiegenden Einwands
M5

Fehlende Verantwortlichkeit

Peer-Accountability — Teammitglieder ziehen einander zur Verantwortung — ist das, was Selbststeuerung möglich macht.

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Was ist das?

Lencionis Ebene 4: In gesunden Teams ist Accountability nicht Aufgabe der Chefin allein. Wenn jemand vom Commitment abweicht, sprechen Kolleg*innen es an — direkt, ohne Drama. Setzt aber voraus, dass es ein klares Commitment gibt (Ebene 3) und Vertrauen, dies anzusprechen (Ebene 1).

Warum ist es wichtig?

Verbindet sich mit Social Loafing (M3): Peer-Accountability ist das Gegenmittel zur Tendenz, sich in Gruppen verstecken zu können. Und mit Autonomiegrade (M3): höhere Autonomie funktioniert nur mit Peer-Accountability.

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← Voraussetzung Peer-Accountability ist das organisationale Gegenmittel zu Social Loafing — beide adressieren dieselbe Tendenz. M3
→ Wird Voraussetzung für Ohne Verantwortlichkeit driften Teams in Eigeninteressen — Fokus auf gemeinsame Ziele bricht. M5
→ Vertieft sich in Höhere Autonomiegrade verlangen Peer-Accountability — ohne sie kippt Selbststeuerung ins Chaos. M3
Auch genannt in
Tool · 4 Wege Verantwortlichkeit aufzubauen
M5

Fehlende Fokussierung auf gemeinsame Ziele

Die Spitze der Pyramide. Wenn die unteren Ebenen halten, geht es im Team um Ergebnisse, nicht um Egos.

· 2 Verbindungen
Was ist das?

Lencionis Ebene 5: Teams stellen Team-Ergebnisse vor individuelle Anerkennung, Karriere, Status. Anti-Muster: jeder optimiert für seinen Bereich, das Ganze zerfällt. Funktioniert nur, wenn Vertrauen, Streitfähigkeit, Commitment und Accountability vorgelagert geklärt sind.

Warum ist es wichtig?

Verbindet sich mit Stärkenbasierter Führung (M12): wenn Stärken transparent sind, wird Teamergebnis größer als Einzelleistung — Konkurrenz wird zu Komplementarität.

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→ Vertieft sich in Stärken-Transparenz löst den Fokus-Konflikt auf: jede Person trägt zum Team-Ergebnis bei, wo sie am stärksten ist. M12
⇄ Verstärkt sich mit Systems Thinking liefert die Brille, das große Ganze über die eigene Optimierung zu stellen. M8
Auch genannt in
M5

Die 5-Dysfunktionen-Pyramide

Das Meta-Modell, das alle fünf Ebenen als kumulative Pyramide darstellt. Jede Ebene trägt die nächste.

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Was ist das?

Lencionis Architektur: Vertrauen → Konfliktfähigkeit → Commitment → Verantwortlichkeit → Fokus. Die Pyramide ist nicht eine Liste, sondern eine Bauordnung. Wer die Spitze will, muss von unten aufbauen — Abkürzungen scheitern.

Warum ist es wichtig?

Liefert das schärfste Diagnose-Werkzeug für jede Team-Krise: Wo bricht die Pyramide? Macht aus dem vagen 'das Team funktioniert nicht' eine präzise Hypothese — und damit eine Handlungsanleitung.

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→ Vertieft sich in Wenn Konflikte das Team blockieren, ist die Pyramide die Diagnose, die ALPHA die Therapie. M10
→ Vertieft sich in Coaching auf Pyramiden-Ebene 1 (Vertrauen) sieht anders aus als auf Ebene 4 (Verantwortlichkeit) — Lencioni gibt der Coaching-Haltung Tiefenschärfe. M11
Auch genannt in
Tool · 2-Wochen-Experiment Tool · Der Lencioni-Test Tool · Jahreskalender für High-Performance-Teams

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